Finalniederlage nach Verlängerung gegen 1. VFL Potsdam.


Am Freitagnachmittag ging es für die C-Jugend der Jung-Gallier fast komplett mit ihren Trainern Fabian Mayer und Andreas Wendel gemeinsam mit der B-Jugend nach Biberach zum Internationalen Biberacher Osterturnier (IBOT), das größte und bestbesetzte Jugendhandballturnier Süddeutschlands, das bereits zum 21. Mal ausgetragen wurde. Nach der Ankunft wurde im örtlichen Gymnasium ein Klassenzimmer bezogen bevor um 20:00 Uhr die Eröffnungsfeier anstand mit dem anschließenden Eröffnungsspiel der männlichen A-Jugend zwischen den Füchsen Berlin und dem TSV Wolfschlugen. Am nächsten Tag hatte die Mannschaft noch genug Zeit, sich mit der örtlichen Gegebenheit anzuvertrauen. Das erste Gruppenspiel stand erst um 15:30 Uhr gegen die Landesauswahl Bayern an. Die weiteren Gruppengegner waren die Füchse Berlin und der Turniersieger des Vorjahres, die ESV Nickelhütte/Aue. Da nur der Gruppensieger sicher in die Finalrunde einzog war klar, dass bereits das Spiel gegen Team Bayern vorentscheidend für den weiteren Turnierverlauf war. In einem knappen Spiel konnte die Landesauswahl Bayern tatsächlich mit 17:15 bezwungen werden. Auch das 2. Gruppenspiel am Abend gegen Aue wurde mit 5 Toren gewonnen.

Aufgrund der Spielergebnisse in der Gruppe war damit etwas überraschend bereits der Gruppensieg gesichert, so dass man entspannt den Abend genießen und  dem letzten Gruppenspiel am nächsten Morgen gegen die Füchse Berlin entgegen sehen konnte. Und inzwischen schienen die Jungs im Turnier angekommen. Die Füchse wurden in den ersten Minuten förmlich überrannt und am Ende der 30 Spielminuten stand ein sicherer 27:14 Erfolg. Im Viertelfinale gegen die JH Flein-Horkheim, machten die Jungs genauso weiter. Nach 8 Spielminuten stand es 10:1 und der Halbfinaleinzug wurde souverän sichergestellt. Hier wartete noch am selben Abend wieder das Team Bayern. Die Mannschaft schloss auch in diesem Spiel an ihren guten Leistungen des Tages an. Nach 15 Minuten stand eine 5 Tore Führung. Team Bayern versuchte alles und wechselte die Abwehrformationen bis zur Manndeckung mehrfach. Aber auch davon ließen sich die Jungs nicht irritieren und stellten durch den souveränen 22:16 Erfolg den Finaleinzug gegen den 1. VFL Potsdam, der im anderen Halbfinale gegen den Bundesliganachwuchs von Hannover-Burgdorf  souverän gewann, sicher.

Das Finale am Sonntagmittag war dann an Spannung kaum zu überbieten. Die Mannschaft aus Potsdam, die allesamt Auswahlspieler aus Brandenburg sind und der Elite-Sportschule Potsdam angehören, erwischte den besseren Start und ging mit 2:4 in Führung. Aber nach und nach fand der JSG-Rückraum Lösungen gegen die massive Potsdamer Deckung und im Tor fand Nikolas Hajdu immer besser ins Spiel und konnte einige „Freie“ parieren. Beim Stand von 8:6 war der Spielstand gedreht. Jetzt ließ Kraft und Konzentration etwas nach, was einige Ballverluste zur Folge hatte. Das Spiel drehte somit wieder und 90 Sekunden vor Schluss ging Potsdam beim Stand von 17:15 mit 2 Treffern in Front. Den folgenden Angriff konnte der mit 7 Treffern erfolgreichste Schütze des Endspiels Lukas Pawelka per Siebenmeter erfolgreich abschließen. Jetzt konnte nur noch ein Ballgewinn helfen. Dieser gelang tatsächlich und 20 Sekunden vor Schluss zogen das Trainerduo  Wendel/Mayer die grüne Karte um bei einer Auszeit den finalen Spielzug zu besprechen. Mit Erfolg, denn Chris Waskow wurde am Kreis freigespielt und konnte souverän 2 Sekunden vor Ende zum Ausgleich verwandeln.

Es folgten nun 5 Minuten Verlängerung! Warum aber Potsdam in der Verlängerung wiederum Anspiel hatte, obwohl diese bereits das reguläre Spiel anwerfen durften, wird auf ewig ein Geheimnis des Schiedsgerichts bleiben. Aber entscheidend für die Niederlage war dies nicht. Die Jungs mussten nun dem hohen Tempo auch aus den vorangegangenen Spielen Tribut zollen und waren kräftemäßig nicht mehr in der Lage gegen die robuste Potsdamer Abwehr Tore zu erzielen. So ging das Finale nach zwei glücklichen Treffern des VFL mit 17:19 verloren. Und auch wenn die Enttäuschung bei der Siegerehrung noch überwog, müssen sich die Spieler um die Trainer Andreas Wendel und Fabian Mayer keinen Vorwurf machen: es war ein super Turnier, das die Jungs in Biberach abgeliefert haben. Luk Bartsch wurde zudem als bester Spieler des Finales ausgezeichnet.

Insgesamt war dies ein herausragendes Oster-Wochenende für die Mannschaft. Nicht nur sportlich, sondern auch in der Gemeinschaft mit den Trainern und der B-Jugend, die ebenfalls das Finale erreichte und gegen die Füchse aus Berlin nach ausgeglichenem Spiel am Ende mit 17:11 verlor. Beide Mannschaften unterstützen sich gegenseitig lautstark bei ihren Spielen. Das IBOT war auch wieder hervorragend organisiert, u.a. mit Livestream im Internet, so dass auch die zuhause Gebliebenen die Spiele live verfolgen konnten.

Am kommenden Sonntag, den 08.04.2018 steht dann der Saisonhöhepunkt und -abschluss für die C-Jugend der Jung-Gallier an. Im Baden-Württembergischen Finale geht es für die JSG Balingen-Weilstetten in der Großsporthalle in Bühl gegen den TuS Helmlingen und die Rhein-Neckar Löwen.

Es spielten: Nico Huber, Nikolas Hajdu, Lorenz Wenger (17), Finn Geiger (5), Luk Bartsch (18), Daniel Flad (5), Paul Sommer (15), Lukas Pawelka (28/7), Tim Hildenbrand (14), Chris Waskow (6), Vincent Müller (4), Jona Mauch (10), Lars Bänsch (6). Trainer: Fabian Mayer, Andreas Wendel.

JSG Balingen-Weilstetten

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