HGW Hofweier: Jünger und mit neuem Stil

Michael Bohn und Boris Schnak, das Trainerteam des Handball-Südbadenligisten HGW Hofweier, schultert einen personellen Umbruch. Ziel ist erst mal die Meisterrunde. Rund 160 Dauerkarten für die Hohberghalle vorgesehen.

Zweimal sind die Handballer des HGW Hofweier zuletzt am Wiederaufstieg in die Handball-Oberliga gescheitert, jetzt hat man einen Umbruch vollzogen und sich neue Ziele gesetzt. Mit Nebojsa Nikolic, Strahinja Vucetic, Philipp Kunde, Robin Dittrich, Luca Barbon, Marco Schlampp und Radoslaw Jankowski hat der HGW auf einen Schlag nicht nur gestandene Spieler verloren, sondern auch viel Routine. Im Umbruch sieht Bohn aber auch eine Chance: „Wir haben nun eine junge Mannschaft, die richtig gut harmoniert. Da sieht man auch eine schöne Entwicklung.“ 

Mehr Kollektiv

Mit dem personellen Wechsel ist auch ein anderer Stil verbunden: weniger Individualismus, mehr Kollektiv. „Wir wollen über eine gute Abwehr mit viel Tempo nach vorne spielen“, kündigt Bohn an und glaubt, „dass wir einen ansehnlicheren Handball spielen werden als vergangene Saison.“

Das Ziel ist aber erst mal bescheiden. Im neuen Gruppen-Modus findet sich der HGW in der vermeintlich stärkeren Gruppe wieder. „Wir wollen unter die ersten vier, um die Meisterrunde zu erreichen. Doch das wollen andere auch“, sagt Bohn. 
Mehr Minuspunkte?

Topfavorit in der Liga ist für den Coach des HGW der TuS Altenheim, der sich in der Parallelgruppe befindet. „Die werden mit wenigen Minuspunkten die Meisterrunde erreichen“, glaubt Bohn, „während sich in unserer Gruppe die Mannschaften erst mal die Punkte wegnehmen werden.“ Ergo ist für ihn klar: „Altenheim wird mit Vorsprung in die Meisterrunde gehen.“

Höhen und Tiefen

Wie bei allen Mannschaften wechselten sich beim HGW in dieser außerordentlich langen Vorbereitung Höhen und Tiefen ab. „Der Juli und August war richtig gut, im September wollten wir uns den Feinschliff holen, doch im Moment stehen wir ein bisschen“, bedauert Bohn. Das hängt zum einen mit Urlaubern, aber auch mit Verletzten zusammen. So fehlen derzeit Lukas Schade und Timo Häß mit muskulären Problemen im Oberschenkel. „Da wir keinen großen Kader haben, trifft uns das mehr“, sagt Bohn, der mit der Integration der Neuen sehr zufrieden ist. Bei Tim Stocker aus der zweiten Mannschaft sowie Rückkehrer Timo Häß war das eh kein Problem, Cedric Lauppe hat sich auf Mitte sehr gut eingefügt, und Torwart Dominik Merz hat bekanntlich „Hofweierer Blut“ in den Adern. Vater Gunter war zu Bundesliga-Zeiten Kreisläufer beim TuS. 

Mannschaftsrat eingefügt

Neu ist beim HGW ein Mannschaftsrat. Dem gehören neben dem neuen Kapitän Timo Spraul und Stellvertreter Tim Stocker auch Lukas Schade und David Knezovic an. Gewählt wurde das Quartett nicht. „Bei mir wird demokratisch bestimmt“, schmunzelt Bohn, der in seine vierte Saison geht und sich derzeit noch nicht festlegen will, ob es – wie schon mal angedeutet – seine letzte als Cheftrainer sein  wird. „Mit der Zeit macht man sich aber Gedanken“, gibt der 47-Jährige zu.
Im Moment ist allerdings eh alles auf den Saisonstart am  3. Oktober mit dem Heimspiel gegen den TuS Helmlingen ausgerichtet, danach geht es zum TVS Baden-Baden II.

Hygienekonzept

Richtig weit ist man in Hofweier bereits mit der Ausarbeitung des Hygienekonzepts, was sicherlich zum einen an der Tatsache liegt, dass die Hohberghalle zu den größeren Hallen der Region zählt, aber auch daran, dass sich die Gemeinde Hohberg weitgehend raushält. Nach Lage der Dinge wird der HGW rund 160 Dauerkarten für die Spiele von erster und zweiter Mannschaft verkaufen. An der Abendkasse wird es wohl keine Karten mehr geben, gegnerische Fans sind laut Verband eh nicht erwünscht. Die Bewirtung soll nach dem Spiel in der Halle an Tischen erfolgen.

 

 

 

Der Kader:

 

Tor: Mark Herbert, Dominik Merz.

Feld: Fabian Wildt, Adrian Volk, Mike Bächle, Tim Stocker, Cedric Lauppe, Lukas Schade, David Knezovic, Philipp Isenmann, Marcel Blasius, Timo Häß, Eike Neff, Laurin Ehret, Nils Ehret, Timo Spraul.

Trainer: Michael Bohn; Co-Trainer: Boris Schnak; Torwarttrainer: Michael Gengenbacher.

Neuzugänge: Dominik Merz (SG Köndringen/Teningen), Cedric Lauppe (TV Willstätt), Timo Häß (HTV Meißenheim), Tim Stocker (2. Mannschaft), Laurin Ehret, Nils Ehret (beide Jugend).

Abgänge: Nebojsa Nikolic (HSG Ettlingen), Strahinja Vucetic (SG Pirna-Heidenau), Philipp Kunde (SG Köndringen/Teningen), Robin Dittrich (SG Scutro), Luca Barbon (TuS Altenheim), Marco Schlampp (HSG Hanauerland), Radoslaw Jankowski (TuS Oppenau).

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