Wie schon im Hinspiel trennte sich die SG Gutach/Wolfach und der TB Kenzingen unentschieden.






Und wie das Punkteteilungen im Handball nun mal oft an sich haben, teilte das 22:22 auch die Meinungen nach dem Spiel. Im Gesamtbild in der Tabelle ist der Punkt zwar wertvoll, was den Spielverlauf angeht wären aber auch beide Zähler hochverdient gewesen.

Dass die Landesliga aber kein Wunschkonzert ist, zeigten die erste 20 Minuten. Die Heimmannschaft von Oliver Kronenwitter und Martin Wöhrle agierte zwar auf Augenhöhe mit den Gästen, zeigte aber einmal mehr deutliche Schwächen beim Abschluss. Ganz anders der TBK, der vor allem per Tempogegenstoß oder Strafwurf zu einfachen Toren kam. Der SG gelang es in dieser Phase zu selten, die TBK-Abwehr auseinanderzuziehen. Dass sie trotz Ladehemmungen nicht weiter als 5:8 (15.) in Rückstand geriet, hatte sie ihrem Torhüter Claudius Baumann und der ebenfalls nicht optimalen Wurfausbeute der Gäste zu verdanken. Mitte der ersten Halbzeit wurde es besser. Drei Treffer in Folge ohne Gegentreffer brachten die SG von 7:10 auf 10:10 zurück ins Spiel. Kenzingen ging durch ihren besten, Oliver Bühler, ein letztes Mal mit 10:11 in Führung, ehe Manuel Schmid mit dem Halbzeitpfiff zum 11:11 ausglich und spätestens da auch die Fans auf Betriebstemperatur hatte.

Aus der Kabine kamen die Gastgeber mit richtig viel Zug zum Tor. Manuel Schmid und Julian Brohammer schossen die SG mit 13:11 in Führung, Abderrahmen Rakez und Benjamin Rollinger glichen für Kenzingen wieder aus. Es lief lange nicht alles glatt im Spiel der abstiegsbedrohten Gastgeber, doch der Kampf stimmte wie schon in den vorangegangenen Partien. Entsprechend sprang der Funke in einer spannenden zweiten Halbzeit auch auf das Publikum über. Erstmals brachte sich Gutach/Wolfach mit drei Treffern in Führung (16:13, 36.), doch es gelang nicht, die Gäste abzuschütteln. Wieder gab es zur Mitte der ersten Halbzeit eine Torflaute auf Seiten der Heimmannschaft, in der sie sich bei Torhüter Baumann bedanken konnte, dass sie mit 18:17 in Führung blieb. Wie so oft in dieser Saison gelang es nicht, sich vorzeitig den verdienten Heimsieg zu sichern. Einmal mehr ging es in eine Schlussphase, die in beide Richtungen ausgehen hätte können. Routinier Dalius Rasikevicius und Oiver Bührer schafften den 21:21 Ausgleich bei noch drei Minuten auf der Uhr. Jens Dieterle brachte die Gastgeber in Führung, doch erneut hatte die SG in den entscheidenden Phasen nicht das nötige Wurfglück. Zwei eigene Pfostentreffer und ein weiterer Gegentreffer von Rasikevicius zum 22:22 ließen alle nochmal zittern.

Am Ende konnte die SG das 22:22 mit großer kämpferischer Leistung zwar verteidigen, unterm Strich hat sie aber einen wichtigen Punkt vor heimischem Publikum liegen lassen. Nüchtern betrachtet kann man mit drei von vier möglichen Punkten aus den letzten beiden extrem engen Partien aber gut leben und ist wieder voll im Geschäft im Kampf um den Klassenerhalt. Schon nächste Woche steht das nächste direkte Duell in Meßkirch an, in das man mit neu gewonnenem Selbstvertrauen geht. (Bilder: Horst-Dieter Bayer)
Spielfilm: 0:1, 2:4, 4:7, 7:10, 10:10, 11:11; 13:11, 16:13, 17:16, 20:17, 20:19, 21:21, 22:21, 22:22

SGGW: Baumann; Ressel, Aberle „Schüssele“ 2, Moser 1, Dieterle 3, Brohammer 6/3, Schmid 5, Mirco Lehmann, Glunk, Aberle „Staigerbauer“ 1, Mike Lehmann, Haas 4

TBK: P. Jörns, Rakez 5, Grieger, Mutschler 2, Hödle, Lebrecht, Bührer 11, Rollinger 1, M. Jörns, Blum, Rasikevicius 3, Remensperger.

SG Gutach/Wolfach  TB Kenzingen

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