Seit dem 11. Mai 2020 ist der Trainingsbetrieb im Handball wieder möglich. Es gelten jedoch Einschränkungen. Wir haben einige Trainer befragt, wie aktuell das Training gestaltet wird.


Zur Sache: In Sporthallen darf ein Training nach der CoronaVO Sportstätten, nicht durchgeführt werden. Eine Training mit einem Trainer darf maximal mit weitere 4 Personen erfolgen oder maximal fünf Personen pro Trainingsfläche von 1000 qm betragen. Die benutzten Sport- und Trainingsgeräte müssen nach der Benutzung sorgfältig gereinigt und desinfiziert werden. Auch nach dem Training ist ein Sicherheitsabstand von 1,5 Metern zu wahren. Selbst beim Toilettengang gilt es den Abstand zu gewährleisten, gegebenenfalls sind diese zeitlich versetzt zu benutzen.

Die Sportkleidung ist bereits außerhalb der Sportanlage anzuziehen, Umkleiden und Sanitärräume, sowie Duschräume, bleiben geschlossen. In den Toiletten ist ein Hinweis auf Händewaschen anzubringen. Für jede Trainingseinheit ist eine verantwortliche Person zu benennen, die für die Einhaltung der Vorgaben verantwortlich ist. Zudem sind alle Teilnehmer der Trainingseinheit in jedem Fall zu dokumentieren.

Return to play! Ist auf der Webseite des SHV zu lesen. Alex. Klinkner, Präsident des Südbadischen Handballverbands e.V. Ein Konzept des DHB wurde in Abstimmung mit den Landesverbänden erstellt und soll den Weg zurück zum Handball beschreiben.

Kern des Handballspiels ist, dass 6 Spieler und ein Torhüter auf dem Platz stehen und der Ball gespielt wird. Dem entspricht die Vorgabe der CoronaVO nicht. Höchstens 5 Personen sind erlaubt. Die gemeinsame Nutzung eines Balles widerspricht der Möglichkeit „gereinigt und desinfiziert“ zu werden. Da Training die Grundlage für Wettkämpfe ist, wird es nicht ohne Lockerungen der Vorschriften gehen.

„Die Jungs trainieren eigenverantwortlich“ teilte Mathias Eisele (SG Ohlsbach/Elgersweier) mit. Die Vorgaben des Trainers, wurden auf die einzelnen Spieler zugeschnitten. Die Überlegungen wie ein Kleingruppentraining durchgeführt werden kann steht aktuell zur Debatte, die Vorbereitung zu kommenden Saison soll im Juni starten. Als schwierig in der Situation bezeichnet Eisele das fehlende „Beisammensein“ der Mannschaft.

Auch in der kommenden Woche setzen sich auch die Verantwortlichen des TVS 1907 Baden-Baden mit dem Thema auseinander. Trainer Sandro Catak legt seine Ausrichtung auf den Termin des Saisonbeginns aus. Ein Training in Kleingruppen ist angedacht, man wartet auf weitere Infos des Verbandes.

Michael Bohn (HGW Hofweier) zeigt sich gelassen. „Ich bin nach wie vor der Meinung, dass es aktuell kein Grund gibt die Nerven zu verlieren“, fügt aber an, dass dies seine persönlich Meinung ist und er diese auch auf die Südbadenliga beschränkt. Zum 01-06.2020 bekommen die HGW-Spieler Vorgaben im Ausdauer und Athletikbereich, welche individuell 3-4 mal pro Woche umgesetzt werden sollen. Eine Rückkehr in die Halle erwartet Bohn Mitte Juli oder August. „Meiner Meinung nach darf man nicht vergessen, dass die Saison erst Mitte September los geht, oder eben auch später. Hinzu kommt, dass sich meine Spieler ohnehin alle in den letzten Wochen fit gehalten haben, ich bin kein Freund von blindem Aktionismus. Sämtliche Trainingsmaßnahmen müssen im Kontext zum Saisonstart stehen.“

Beim TuS Schutterwald wird mit zwei Läufen und einem Krafttraining so weiter gemacht wie bisher. Am vergangenen Wochenende hätte man eigentlich das letzte Saisonspiel ausgetragen und die Spieler hätten Pause. „Trotz der Lockerung (das man zu fünft sich Treffen darf), bringt es uns vorbereitungstechnisch nicht weiter. Fit sind sie ja, da sie seit Mitte März nichts anderes machen als laufen“, so Nico Baumann.
Seine Jungs bräuchten dafür dringend mal wieder einen Ball zwischen den Fingern, aber dies ist wegen der Hygiene-und Desinfektionsmaßnahmen nicht möglich. Der Start in die kommende Saison ist auf den 8.Juni datiert. Nico Baumann hofft, dass man sich zu diesem Zeitpunkt auch schon mit mehr Leuten treffen darf.

Zum Seitenanfang