Oftersheim/Schwetzingen trifft im DHB-Pokal auf alten Rivalen.


Noch stecken die Drittliga-Handballer der HG Oftersheim/Schwetzingen mitten in ihrer Vorbereitung auf die am 25. August bei der MSG Groß-Bieberau/Modau beginnende neue Saison. Doch bereits an diesem Wochenenden steht ihnen der erste Pflichtspieltauftritt bevor. Mit Gastgeber TSB Horkheim erwartet sie am Samstag, 17 Uhr, der aktuelle Vizemeister der Südstaffel zum Match in der ersten Runde um den Deutschen Handball-Pokalwettbewerb.

Seit einigen Jahren wird der DHB-Pokal in Form eines Vierer-Eingangsturniers ausgetragen. Deshalb treffen anschließend um 20 Uhr in der Horkheimer Stauwehrhalle noch der Erstligist TV Bittenfeld und DJK Rimpar aus der 2. Bundesliga in einem zweiten „Halbfinale“ aufeinander. Die Sieger bestreiten dann am Sonntag (17 Uhr) noch ein „Endspiel“ um den Einzug ins Achtelfinale. Der Eintritt für beide Samstags-Spiele oder das „Finale“ beträgt je 15 Euro. Ein Kombiticket für Samstags und Sonntag kostet 25 Euro.

Für den sportlichen Leiter der HG, Martin Schmitt, steht ein Weiterkommen in diesem Wettbewerb nicht unbedingt ganz oben auf der Prioritätenliste. „Für uns ist das ganz einfach ein weiteres hochklassiges Trainingsspiel.“ Außerdem freue er sich auf ein Wiedersehen mit dem letztjährigen Staffelrivalen. Für das sonntägliche „Finale ist ohnehin einer der beiden Bundesligisten, egal ob ihm Horkheim oder Oftersheim/Schwetzingen gegenübersteht, der haushohe Favorit.

„Die erste Pokalrunde ist für uns eine prima Gelegenheit, uns unter Wettkampfbedingungen auf die kommende Saison vorzubereiten. Deshalb haben wir auch die Qualifikationsspiele gegen Oppenweiler/Backnang (49:9) und bei der TGS Pforzheim (26:36) genutzt, um in die erste Runde einzuziehen und dabei unseren Nachwuchsakteuren Spielanteile zu geben. Dies ist hervorragend gelungen und hat uns gezeigt, dass wir auch in Zukunft auf talentierte und ehrgeizige Jungs bauen können“, blickt HG-Coach Holger Löhr voraus und zurück. Er fügt noch an: „Es wäre natürlich schön, wir könnten uns mit einem Sieg für das zweite Spiel gegen einen Erst- oder Zweitligisten qualifizieren. Aber der Ausgang der Partie gegen den Ex-Ligarivalen, auf den wir aufgrund der Staffeleinteilung diesmal verzichten müssen, ist völlig offen.“ Die HG ist ja bekanntlich für diese Saison dem „Osten“ zugeordnet. Und auf ein erfolgreiches Bestreiten der Drittliga-Runde liegt auch das Hauptaugenmerk von Löhr.

Während vielerorts dieser Variante als Eingangsturnier nicht unbedingt auf große Gegenliebe stößt, griffen die Heilbronner bei der Vergabe des Veranstaltungsrechts begeistert zu. „Die Losfee meinte es gut mit den Jungs vom Stauwehr. Sie begrüßen drei Mannschaften aus der näheren Umgebung“, freute sich die Führungsetage der des TSB. Andere Vereine indes lehnten dankend ab, letztlich steht der zugeloste Erstligist in der Austragungspflicht. Diesmal erwischte es Göppingen und Melsungen, die beide in kleinere Hallen ausweichen.

Der letzte Wochen inzwischen überraschend gefeuerte Trainer und Manager Frank Lorenzet vom Leichlinger HC spricht für viele, wenn er seine Meinung verbreitet: „Ich war noch nie ein Freund dieses Austragungsmodus. Es gibt definitiv weite Anreisen und je nachdem, zahlen wir wahrscheinlich wieder drauf.“ Größere Entfernungen sind auf jeden Fall für die Teams ein Problem, die am ersten Spieltag siegen und dann meist noch eine Übernachtung in Anspruch nehmen müssen. Da liegt Heilbronn-Horkheim für solch ein Turnier recht zentral und günstig. „Potsdam als möglicher Austragungsort ist für uns logistisch ein echter Alptraum“, ärgerte sich anderseits Wilhelmshavens Manager Dieter Koopmann über eine potentielle Fahrtstrecke von 450 Kilometern, bevor die Brandenburger ihren Verzicht bekanntgaben und sich ihrerseits auf Reisen begeben werden – eben nach Wilhelmshaven an die Nordseeküste.

Begeisterung zur Ausrichtung eines dieser „First-Four-Turniere“ besteht naturgemäß nur an wenigen Standorten. Meist da, wo zum Beispiel – wie im aktuellen Falle Northeims – der THW Kiel aufschlagen wird. Die Südniedersachsen ziehen dazu sogar nach Göttingen in eine größere Spielstätte um. „Das ist natürlich super, ein Hammerlos“, kommentierte Northeims Vorstand Knut Freter gegenüber dem Göttinger Tageblatt.

Ein „Hammerlos, der attraktivste Gegner den wir bekommen konnten“ wären auch die Rhein-Neckar-Löwen für den TuS Fürstenfeldbruck, meinte dessen Coach Martin Wild, da ja etwa noch attraktivere Nord-Teams wie Flensburg oder Kiel aufgrund der Nord-Süd-Differenzierung nicht zur Wahl standen. Allerdings hätten die Bayern auf jeden Fall zu Hause spielen wollen: „Wir haben schon vor Wochen beschlossen, dass wir das Heimrecht annehmen werden.“, bekräftigt Wild.

HG Oftersheim/Schwetzingen

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