Nächstes Endspiel: A-Jugend der HSG Konstanz auf der Suche nach Konstanz, Anpfiff der Partie: Sonntag, 13 Uhr, Karl-Frei-Sporthalle Oftersheim.


Bereits die Hälfte der Spiele hat die A-Jugend der HSG Konstanz in der Pokalrunde der Jugend-Bundesliga absolviert. Und das sehr erfolgreich. Mit 7:3 Punkten liegt das Team von Thomas Zilm und Christian Korb auf Rang zwei. Nach aktuellem Stand wäre man damit für das Viertelfinale im K.o.-Modus qualifiziert und könnte von Hamburg und der direkten Bundesliga-Qualifikation träumen. Damit dieses Ziel jedoch nicht schon frühzeitig außer Reichweite gerät, muss der Zweitliga-Nachwuchs bei der HG Oftersheim/Schwetzingen nachlegen.

Gute Erinnerungen weckt beim Gedanken an den kommenden Gegner schon das Hinspiel. Eine lange offene, umkämpfte Partie entschied die HSG damals mi einem furiosen Schlussspurt und feierte mit dem 30:23-Heimsieg echte Big Points. Die Frage wird sein, ob man die gute Form von vor der Spielpause konservieren konnte. Oder sich noch an die ungenügenden letzten 15 Minuten gegen Hochdorf erinnert. Nach der 33:26-Führung stellten die Konstanzer das Handballspielen nahezu ein und konnten den 33:30-Sieg nur dank des großen Polsters nach Hause bringen. Die darauf folgende Standpauke des Trainerteams sollte noch in den Ohren ihrer talentierten Schützlinge nachhallen, die nachlässig und dafür fast betraft worden waren. Gegen Oftersheim/Schwetzingen, ein nochmals stärkerer und unbequemerer Kontrahent, ist wieder volle Konzentration gefordert. Über die volle Distanz.

„Wir haben die Pause genutzt“, verrät Zilm, „indem wir vernünftig trainiert haben.“ So wurde insbesondere weiter an unterschiedlichen Formationen und im Zusammenspiel in der Kleingruppe gefeilt. Besonders groß war die Freude über die Rückkehr von Linkshänder Jan Stotten, der nach überstandener Verletzung wieder als Option mit dabei ist. Denn der HSG-Coach erwartet einen „heißen Tanz. Ein offenes Spiel, in dem jeder Fehler entscheiden kann.“ Deshalb lautet das Ziel Chancen nutzen, sich absetzen und dadurch etwas Ruhe und Sicherheit in das eigene Auftreten bekommen. „Sonst wird es 60 Minuten zerfahren“, ist sich Zilm angesichts der Stärken der HG sicher. Oftersheim/Schwetzingen verfügt über ein robustes, körperlich starkes Team, das gegen die Konstanzer sicher auf Individualaktionen im Eins-gegen-Eins und Missmatches setzen wird. „Das müssen wir in den Griff bekommen“, wünscht sich der Konstanzer Verantwortliche. „Wir wollen unsere Stäken einbringen und unsere Waffen nutzen.“ Dau zählt die erste und zweite Welle.

Von einem Vier-Punkte-Spiel will er allerdings nichts wissen. Angesichts der geringen Spielanzahl in der Pokalrunde von nur zehn Begegnungen müsse man ohnehin fast jede Partie gewinnen. „Also sind alles Vier-Punkte-Spiele, dann kann ich auch gleich von zwei reden“, scherzt Zilm. Denn: Für den Dritten bleibt nur der „Blumentopf“ übrig, fügt er an. Die letzten Spiele haben gezeigt, dass im dichten Leistungsniveau Jeder gegen Jeden gewinnen kann. So sei jedes Duell ein kleines Endspiel, darauf müsse man fokussiert sein. Die Leistungsschwankungen zu minimieren dürfte ihm für die erfolgreiche Bewältigung dieser Mission vorschweben. In Oftersheim werden einmal mehr starke Nerven gefragt sein.

HG Oftersheim/Schwetzingen  HSG Konstanz

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