Handball-Drittligist HC Oppenweiler/Backnang will gegen Titelkandidat SG Nußloch für eine Überraschung sorgen.

Den Handballern des HC Oppenweiler/Backnang stehen vor einer großen sportlichen Herausforderung. Mit der SG Nußloch kommt am Samstag um 20 Uhr ein Topteam der Dritten Liga in die Gemeindehalle. „Wir gehen als Außenseiter in die Begegnung“, sagt Trainer Matthias Heineke, der allerdings auch Chancen sieht, „wenn es uns gelingt, in hektischen Phasen die Kontrolle zu bewahren.“

Die HCOB-Handballer spielten zuletzt zweimal auswärts und sammelten dabei Erfahrungen in Bezug auf sportliche Überraschungen. Einmal positiv: bei Titelkandidat TSB Horkheim holten sie, damit hatte vorab kaum jemand gerechnet, einen Punkt. Einmal negativ: bei Schlusslicht SV 64 Zweibrücken gingen sie leer aus, da hatten sie sich mehr erhofft. Trainer Matthias Heineke nimmt als Erkenntnis aus diesen beiden Spielen mit, „dass man in dieser Liga auch als Außenseiter immer eine Siegchance hat. Und: Wenn man nur zehn Minuten nicht konzentriert ist, gewinnt man auch nicht.“ In Zweibrücken sei es so gewesen, „dass uns diese Schärfe in den letzten 15 Minuten in Punkto Abschlussqualität und im Rückzugverhalten gefehlt hat.“

Im Umkehrschluss gelte für das Spiel gegen Nußloch, so Heineke, „dass wir auch die Chance haben, mit einer konzentrierten Leistung die beiden Punkte zu holen.“ Im Hinspiel gab es eine (zu) deutliche 23:32-Niederlage, denn „wir haben über 45 Minuten auf Augenhöhe gespielt, und dabei war es ein sehr gutes Spiel auf beiden Seiten.“ In Nußloch bestand das Manko in der Schlussphase darin, dass die HCOB-Handballer zu viele überhastete Angriffe leisteten und dann Kontertore kassierten. „Dieses Mal wollen wir, bei aller Qualität, die die Einzelspieler von Nußloch aufweisen, unsere Angriffe geduldig und konzentriert abschließen.“ Heineke hofft darauf, dass es gelingt, selbst Nadelstiche durch Gegenstöße zu setzen – und damit das Spiel offen zu halten und bis zum Ende um den Sieg mitspielen zu können.

Im Training verwendet der Trainer des HC Oppenweiler/Backnang derzeit viel Zeit darauf, das Zusammenspiel innerhalb der Mannschaft zu verbessern, schließlich gilt es mit Kevin Wolf einen neuen Spieler zu integrieren, „außerdem haben wir derzeit aufgrund unserer verletzten Spieler auch einige Akteure auf ungewohnten Positionen im Einsatz.“ Es gelte, die Laufwege abzustimmen und viel miteinander zu kommunizieren. „Das machen die Jungs auch wirklich sehr gut“, sagt Heineke, „aber natürlich kann das auch noch weiter intensiviert werden.“ Auch in der Abwehr, die sich zur Rückrunde teilweise verändert präsentiert, gelte es derzeit, Woche für Woche besser zusammen zu finden.

Die Gastmannschaft aus Nußloch ist als Tabellendritter (29:11 Punkte) ein heißer Kandidat für den Gewinn der Meisterschaft. Trainer Christian Job hat eine Mannschaft mit sehr erfahrenen Spielern zusammen, der prominenteste Zugang vor der laufenden Runde war Jochen Geppert. Der Junioren-Weltmeister von 2011 hatte in der vergangenen Saison maßgeblichen Anteil am Zweitliga-Aufstieg der benachbarten SG Leutershausen. Zu Beginn des neuen Jahres unterlag das Team im Topspiel bei der TGS Pforzheim, seitdem ist die Ausbeute mit 7:1 Zählern aber positiv. Am vergangenen Sonntag lieferte die Mannschaft im Verfolgerduell gegen den TSB Horkheim eine gute Leistung ab und unterstrich ihre Ambitionen auf die Meisterschaft.


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