In einer gut besetzten Hanauerlandhalle zeigte sich der TV Willstätt gegenüber dem Spiel in Sandweier deutlich verbessert, musste aber seine zweite Saisonniederlage hinnehmen 30:35 (16:16).






Bilder Um es gleich vorweg zu nehmen, der TV Willstätt scheiterte auch an den Unparteiischen, die sonderbare Erklärungen für ihre Entscheidungen darlegten. Nach einem Gesichtstreffer bei Marco Schlampp in der ersten Minute gab es keine Zeitstrafe, sondern die Erklärung an Simowski und Fritsch: „Es war das erste Foul“. Diese unterschiedliche Bewertung der Fouls zog sich jedoch durch das gesamte Spiel. Während der VfL Pfullingen nur eine Zeitstrafe erhielt, kassierte der TV Willstätt sechs Zeitstrafen.

Trotzdem, der TV Willstätt hatte einen guten Start und führte Nach zwei Treffern des Ex-Pfullingers Schliedermann und einem Tor durch Dinko Dodig mit 3:1. Drei schnelle Gegenzügen von Marc Breckel bedeuteten das 3:4, einige Willstätter Spieler warteten dabei auf einen berechtigten Pfiff der Schiedsrichter. Beim 6:6 nahm Marcus Simowski eine Auszeit. Ein schöner Spielzug verhalf den Einheimischen zur erneuten Führung, welche aber nach Toren von Stahl und List wieder nach Pfullingen wechselte. Schliedermann und Fessler legten mit dem 9:8 nach, dann gab es wilde Proteste von den Zuschauerrängen. Yannick Ludwig war für ein einfaches Klammern am Kreis auf die Strafbank geschickt worden, dazu gab es noch einen Siebenmeter.

Willstätt wehrte sich gegen einen drohenden erneuten Rückstand auch in Unterzahl. Zwar lag man beim 11:12 wieder hinten, kam aber zum 12:12 Ausgleich. Erneut zog eine Zeitstrafe gegen Ludwig und der damit verbundene Siebenmeter den Unmut der Willstätter Fans nach sich. List scheiterte aber am gut aufgelegten Rafal Grzybowski. Bis zum Halbzeitstand von 16:16 konnte der TV Willstätt nur noch nachlegen, Schliedermann jubelte nach einem verwandelten 7m nach der abgelaufenen ersten Halbzeit.

Nach dem Seitenwechsel erzielte Marco Schlampp das 17:16, doch Goller und List nach einem Siebenmeter erzielten das 17:18 für den VfL Pfullingen. Willstätt konterte mit der erneuten Führung (19:18), dann musste Ben Veith auf die Strafbank. Doch der TV Willstätt zeigte Stärke, geriet nicht in Rückstand und setzte sich nach 39 Minuten auf 23:21 ab, Pfullingen nahm eine Auszeit. Dieser Vorsprung hielt noch einige Minuten an (24:22), dann wurde Marco Schlampp auf die Strafbank geschickt. Pfullingen nutzte diese Überzahl zum 24:25.

Der TV Willstätt zeigte sich verunsichert und nahm eine weitere Auszeit, nach der Dinko Dodig das 25:25 erzielte.

Nach zwei nicht geahndeten Fouls an Willstätter Spielern und zwei Konterläufe von Marc Breckel später, stand es 25:27. Dennoch, Willstätt kämpfte weiter und war nach 49 Minuten beim 26:27 weiter dran, die Punkte in der Hanauerlandhalle zu behalten. Erst nach dem 27:28 konnte sich der VfL Pfullingen auf 27:31 erstmals richtig absetzen. Nach dem Anschlusstreffer von Florian Fessler zum 28:31 nahm Willstätt nochmals eine Auszeit (54:47).

Die aufkeimende Hoffnung wurde jedoch durch zwei aufeinanderfolgende Zeitstrafen getrübt. Marco Schlampp konnte noch in doppelter Unterzahl zwei Tore erzielen, doch kamen die Gäste ebenfalls zu einfachen Toren. In den letzten Spielsekunden nahm Willstätt noch 3 Treffer in Kauf und verlor 30:35.


Trainerstimmen zum Spiel
Während Gästetrainer Frederick Griesbach von einem verdienten Auswärtssieg sprach, haderte Marcus Simowski mit den ausgelassenen Torchancen vor allem im ersten Durchgang, welche am Ende fehlten. Er bescheinigte der Mannschaft eine klare Leistungssteigerung und sah den Knackpunkt im Spiel beim 24:22, als Willstätt es versäumte noch „Einen“ nachzulegen. Mit den Worten: „Die dritte Liga hat uns“, beendete er das Pressegespräch.

TV Willstätt - VfL Pfullingen 30:35 (16:16)

TV Willstätt: Rafal Grzybowski, Gunther Zölle - Radoslaw Jankowski (1), David Knezovic (2), Daniel Schliedermann (9/1), Régis Matzinger (3), Dane Markvic, Marco Schlampp (4), Lukas Veith, Kevin Durand, Dinko Dodig (4/1), Ben Veith (1) - Florian Fessler (2) - Yannik Ludwig (4); Trainer: Markcus Simowski

VfL Pfullingen: Daniel Schlipphak, Magnus Becker, David Wittlinger (1), Alexander Schmid (4), Marc Breckel (10), Felix Stahl (3), Niklas Roth (6), Frieder Nothdurft, Florian Möck (3), Julius Haug, Axel Goller, Maximilian Hertwig, Lukas List (5/3), Frederick Griesbach; Trainer: Frederick Griesbach

Schiedsrichter: Andre Geiss, Marco Kretzler

Zuschauer: 795

Gelb: Yannik Ludwig, Dane Markvic, Radoslaw Jankowski / Frederick Griesbach, Niklas Roth, Alexander Schmid, David Wittlinger

Strafminuten: 12:2

2 Minuten: Ben Veith, Daniel Schliedermann, Marco Schlampp, Kevin Durand, Yannik Ludwig, Yannik Ludwig / David Wittlinger

TV Willstätt  VfL Pfullingen

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