„50 Minuten lang war Oppenweiler/Backnang die bessere Mannschaft, war uns auch körperlich überlegen, präsenter.


Der Rest war Ergebniskosmetik“, musste Holger Löhr Trainer, Trainer vom Handball-Drittligisten HG Oftersheim/Schwetzingen anerkennen. Mit 25:27 (13:17) unterlag sein Team gestern Abend dem HC O/B.

Der Gast aus dem Schwäbischen leistete sich nur wenige Aussetzer, schwache Augenblicke, wie die Spielfolge zeigt (3:6, 8:8, 8:13, 18:20, 22:27).  Mehrfach hatte die HG die Gelegenheit, näher auszuschließen oder gar zu überholen, aber es kam nie dazu. „Mir scheint die Mannschaft noch nicht so richtig reif genug. Da hat dann jeder eine Idee, statt taktische Disziplin einzuhalten, und dann reicht eben nicht, am Gegner vorbeizuziehen“, sinnierte Löhr.

Seine Truppe war immer dann gefährlich, wenn sie nach Balleroberungen mit Dampf nach vorne preschte. Im Positionsangriff war oft kein Zug hintendran. Die Kombinationsspielweise kam kaum zu Entfaltung, die Halben Daniel Hideg und Ton Jansen kamen nicht so recht ins Fliegen. Das war auch der aufmerksamen, offensiv ausgerichteten HC-Deckungsweise geschuldet. Es schien schwierig die richtige Lösung zu finden.

Darüber war der Coach dann auch „etwas enttäuscht. Wir haben uns so akribisch vorbereitet und sind dann bei Spielbeginn nicht ganz bei der Sache. Wir haben die Abwehr nicht in Bewegung gebracht und uns dann unvorbereitete Würfe genommen. Wir hatten auch in Überzahl, beim Sieben-gegen-Sechs nicht die Qualität, das spielerisch zu lösen“. Dass wieder anhaltend oder kurzfristig Akteure seines Kaders ausfielen, zählt für ihn nicht: „Ich beklage mich nicht über fehlende Spieler, das hatten und haben andere auch“.

HC-Trainer Matthias Heineke wirkte indes erleichtert. „Nach den anderen Ergebnissen vom Samstag waren wir im Kampf um den Klassenerhalt unter Druck geraten. Gegen die HG ist es immer schwierig, eine Partie vorzubereiten. Aber dann wurde das, was wir uns erarbeitet hatten, richtig gut umgesetzt. 50 Minuten lang war das eine runde Sache.“ Er musste aber auch einräumen, dass der Oppenweiler/Backnanger Angriffsmotor gegen Ende ins Stottern geraten war. „Ab der 53. Minute, nach unserem 27. und letzten Tor haben wir es noch über die Zeit gebracht.“

HG Oftersheim/Schwetzingen - HC Oppenweiler/Backnang 25:27 (13:17)

HG Oftersheim/Schwetzingen: Daniel Unser, Marius Gabel, Max Barthelmeß, Tom Jansen (2), Kai Rudolf (6), Hamza Hakic, Julian Zipf (1), Lukas Sauer (4), Niklas Krämer (1), Valentin Demel, Alexander Sauer (2), Christian Fendrich (1), Kevin Körner (2), Daniel Hideg (6/1); Trainer: Holger Löhr

HC Oppenweiler/Backnang: Thomas Fink, Sven Grathwohl, Florian Schöbinger (1), David Szilagyi, Kevin Wolf (5), Philipp Schöbinger (5), Tom Kuhnle (1), Felix Raff, Lukas Köder - Philipp Maurer (2), Ruben Sigle (7), Florian Frank (1), Tobias Hold (4), Benjamin Röhrle (1/1); Trainer: Matthias Heineke

Schiedsrichter: David Gierke, Korbinian Konwitschny

Zuschauer: 400

Gelb: Julian Zipf (11.), Niklas Krämer (9.), Valentin Demel / Philipp Schöbinger (11.), Tom Kuhnle (5.)

Strafminuten: 4:2

2 Minuten: Alexander Sauer, Christian Fendrich / Philipp Schöbinger

HG Oftersheim/Schwetzingen  HC Oppenweiler/Backnang

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