Nach dem ersten Auswärtssieg peilt der Drittligist nun auch vor heimischer Kulisse einen Erfolg ein.


Die Handballer des HC Oppenweiler/Backnang haben sich über den Auswärtssieg bei der SG Köndringen/Teningen gefreut. Beim Handball-Drittligisten weiß man aber auch: Der erste Saisonerfolg kann nur ein Anfang gewesen sein. Am Samstag (20 Uhr) will das Team von Trainer Matthias Heineke in der Gemeindehalle in Oppenweiler im Heimspiel gegen die HG Oftersheim/Schwetzingen nachlegen, um den Anschluss ans hintere Mittelfeld herzustellen.

Mit 4:12 Punkten klemmen die Murrtaler weiter hinten drin, sie sind aber nicht mehr Letzter. Der Sieg in Teningen war nicht von spielerischem Glanz geprägt, er fiel gegen einen personell dezimierten, in Punkt Einsatz aber hochmotivierten Gegner in die Kategorie Arbeitssieg, etwas Anderes war mit Blick auf die tabellarische Situation aber auch gar nicht gefragt. Für gute Leistungen sind die HCOB-Handballer in dieser Runde ausreichend gelobt worden; doch längst liegt der Fokus allein auf den Ergebnissen. Das hat zuletzt zum ersten Mal gestimmt, und deshalb soll nach drei Heimniederlagen nun auch erstmals vor heimischer Kulisse die Zahl der Tore vor dem Doppelpunkt jene dahinter übertreffen.

Trainer Matthias Heineke hofft, dass der Sieg in Teningen der „Knotenlöser“ war, es habe ihm und seinen Handballern gutgetan, die Trainingswoche und die Vorbereitung auf die nun anstehende Partie mit einem Erfolgserlebnis aufzunehmen; wohlwissend, dass es die eigene Erwartung ist, nun entschlossen nachzulegen. Auch den Wunsch der Zuschauer – sie hatten vor zwei Wochen trotz Negativtrend im Heimspiel gegen die Rhein-Neckar Löwen II für eine volle Halle gesorgt – nach einem Erfolgserlebnis wollen die Sportler erfüllen.

Die HG Oftersheim/Schwetzingen hat vier von sieben Spielen gewonnen, ist Sechster und will die gute Leistung aus der Vorsaison bestätigen. Der neue Trainer ist ein bekannter Ex-Handballer, Holger Löhr war Bundesligaspieler, Nationalspieler und als Trainer bei der SG Leutershausen erfolgreich. Nun kehrt er in die Heimat zurück, beim TSV Oftersheim lernte er einst das Handballspiel kennen.

HCOB-Trainer Heineke hat die HG intensiv beobachtet. „Sie verfügen wie wir über eine gute Abwehr, darum könnte das Spiel von Kampf geprägt sein“, prognostiziert der Coach. „Sie sind im Rückraum wurfstark besetzt“, ergänzt Heineke, vor allem Simon Förch sein ein ständiger Unruheherd. Er hofft, dass seine Torhüter Sven Grathwohl und Thomas Fink gut halten, dann habe sein Team eine Chance. Mit einem Augenzwinkern verweist Heineke aufs Torverhältnis, bei dem der HCOB mit minus 11 Toren besser dasteht als die HG mit minus 19: „Vielleicht sind wir doch nicht so weit voneinander entfernt, wie es der Punktstand aussagt.“

Im Umkehrschluss gilt es nun eben, den Abstand auch tatsächlich zu verkürzen, ein zweiter Sieg binnen acht Tagen würde dem HCOB viel Auftrieb geben. Insofern trifft es sich gut, dass keine neuen Verletzten zu beklagen sind, ein länger fehlender Akteur vielleicht aber wieder dabei sein könnte: Tobias Hold könnte gegen die HG unter Umständen zu einem Kurzeinsatz kommen, „je nachdem wie es unter der Woche im Training läuft.“ Nicht im Kader dabei sein wird unterdessen Felix Raff, er ist mit der A-Jugend des TV Bittenfeld im Einsatz.

HC oppenweiler/Backnang

Will sein Team am Samstag durch gute Paraden auf dem Weg zu einem Heimsieg unterstützten: Torfrau Thomas Fink. (Foto: A. Becher)

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