Der HC Oppenweiler/Backnang beendet die Drittligasaison mit einem Spiel beim TV Germania Großsachsen.


Letzter Spieltag in der Dritten Handball-Liga, und für den HC Oppenweiler/Backnang ist zwischen Rang sechs und elf noch alles drin. Auch die DHB-Pokal-Qualifikation kann noch gelingen. Aus diesem Grund reisen die HCOB-Handballer mit dem ambitionierten Ziel zum TV Germania Großsachsen, den starken Auswärtsleistungen dieser Runde eine weitere folgen zu lassen. Gespielt wird am Samstag um 19 Uhr in der Sachsenhalle.

Im Mittelfeld geht es eng zu, die Mannschaften liegen nur wenige Punkte auseinander. Und für das Team aus dem Murrtal ist klar: Rang sechs würde deutlich besser aussehen als Platz elf. Für HCOB-Trainer Matthias Heineke gibt es deshalb keinen Zweifel, „dass wir noch einmal alles in die Waagschale werfen werden.“ Es geht ja beileibe nicht nur ums gute Gefühl. Mit einem Erfolg in Großsachsen könnte es auch gelingen, entweder die HG Oftersheim/Schwetzingen oder die SG Köndringen/Teningen zu überflügeln, und dann wäre das Ticket für die Teilnahme am DHB-Pokal gelöst. Aus eigener Kraft geht’s nicht, die Rivalen müssen Punkte liegen lassen. Ihr Mögliches wollen die Sportler des HC Oppenweiler/Backnang aber beitragen.

In den vergangenen Wochen überzeugten die HCOB-Handballer auswärts mehr als in den Heimspielen. Trainer Matthias Heineke ärgert das, „wir hätten uns gerne öfter mit Punkten für die tolle Rückendeckung bedankt“. Vielleicht ist das gute Abschneiden in fremden Hallen ein gutes Omen für die schwere Partie in Großsachsen. Der TVG hat eine hervorragende Runde gespielt, ist fix Fünfter und damit so gut wie nie zuvor. Aufgrund eines Umbruches hatte der Club vor Rundenbeginn „nur“ das Ziel Nichtabstieg ausgegeben. Das ist im Umkehrschluss auch ein Indiz für die gute Arbeit von Trainer Stefan Pohl, der die Mannschaft wieder zu einem Team der erweiterten Spitzengruppe geformt hat. „Wir sind in Großsachsen sicherlich Außenseiter“, sagt HCOB-Coach Heineke, „andererseits waren wir aus dieser Rolle in den vergangenen Wochen immer wieder erfolgreich. Das macht uns Mut.“

Dass die Statistiker vor Duellen mit dem TV Germania Großsachsen darauf verweisen, dass der HCOB beziehungsweise zuvor der TV Oppenweiler seit zwölf Begegnungen auf den zweiten Sieg gegen die Handballer aus dem Nordbadischen wartet, ist für Coach Heineke nur eine Zahlenspielerei, „für Spieler und Trainer ist die aktuelle Form ausschlaggebend.“ Und da lief es auch bei den Germanen zuletzt nicht mehr ganz so glänzend wie über lange Strecken der Saison. Die lange Zeit blütenweise Heimweste bekam Flecken, bei Schlusslicht SV 64 Zweibrücken spielte der TVG Remis. Vor heimischer Kulisse wollen die Germanen zum Abschluss wieder siegen, der HCOB ebenfalls – die Voraussetzungen für eine spannende Partie sind gegeben.

Bei den Hausherren fehlte zuletzt der eine oder andere Spieler, die Gäste müssen auf Jonas Frank verzichten, alle anderen Sportler sind fit. Interessant ist auch: Wie im Hinspiel wird die Partie die Partie von Fabian Dietz aus Hofweier und Lukas Nachbaur aus Augsburg geleitet. Damals gab es angesichts mehrerer strittiger Momente – unter anderem gab es eine Blaue Karte für Chris Hellerich, die zum Glück für den Kreisläufer aber keine zusätzliche Sperre nach sich zog – einigen Nachbearbeitungsbedarf, nun hoffen alle miteinander auf mehr Harmonie. (Text: Alexander Hornauer, Foto: Alexander Becher).

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