Siegt der Handball-Drittligist gegen die VTV Mundenheim, ist dieser Rivale ein für alle Mal abgehängt.


HC Oppenweiler/Backnang

Will mit seinem Team gegen Mundenheim siegen und den Vorsprung gegenüber dem Rivalen damit uneinholbar ausbauen: Matthias Heineke.


Die Voraussetzungen waren schon besser, trotzdem gibt es für die Handballer des HC Oppenweiler/Backnang nur ein Ziel: Sie wollen ihr Heimspiel gegen die VTV Mundenheim am Samstag (20 Uhr, Gemeindehalle Oppenweiler) gewinnen und damit sicherstellen, dass sie sowohl von diesem Team wie auch vom SV 64 Zweibrücken in dieser Saison – ganz gleich, was noch kommt – auf keinen Fall mehr überholt werden können.

Auch in dieser Spielzeit präsentiert sich die Dritte Liga ausgeglichen. Kein Team fällt sportlich markant ab. Siege mit einem deutlichen Torabstand kommen vor – aber selten dann, wenn man sie erwartet. Die Teams an der Tabellenspitze sind vor Überraschungen nicht gefeit, die Teams aus der hinteren Tabellenregion in aller Regel unbequeme Gegner. Deshalb gilt in der stark besetzten dritthöchsten Spielklasse für die allermeisten Mannschaften ein Credo: So schnell wie möglich drei Mannschaften so weit abzuhängen, um damit das Ticket für die kommende Drittliga-Runde zu lösen.

Die Handballer des HC Oppenweiler/Backnang sind mit 23 Zählern aus 22 Begegnungen gut aufgestellt und haben nun die Chance, mit einem Heimerfolg gleich zwei Rivalen abschließend zu distanzieren. Mit 25 Punkten wäre der Abstand auf die dann bei 10 Zählern stagnierenden Mundenheimer so groß, dass die Handballer aus Rheinland-Pfalz in den verbleibenden sieben Spielen nicht mehr am HCOB vorbeikämen. Und Schlusslicht Zweibrücken, das aktuell acht Punkte auf der Habenseite hat, wäre auch abschließend abgehängt. „Die mathematische Aussicht, dieses zwei Mannschaften durch einen Sieg definitiv hinter uns lassen zu können, ist ein Ansporn“, sagt Trainer Matthias Heineke, der gar keinen Hehl daraus macht, dass er zur Kategorie der sicherheitsbewussten Rechner gehört. Er macht lieber den ersten Schritt vor dem zweiten, beschäftigt sich beispielsweise nicht mit dem Thema DHB-Pokal: „Erst wollen wir drei Teams sicher hinter uns lassen, dann kann man über andere Ziele nachdenken.“

Der HC Oppenweiler/Backnang ist im Heimspiel gegen den Aufsteiger aus der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar Favorit, hat schon das Hinspiel gewonnen. Trainer Matthias Heineke sagt aber auch: „Die Mannschaft ist deutlich gefestigter als zu Beginn der Runde. Sie haben in den vergangenen Wochen gegen die SG Köndringen/Teningen gewonnen und beim VfL Pfullingen Unentschieden gespielt. Das ist, was uns interessiert.“

Die Vorbereitung aufs Spiel war beim HCOB nicht gut. Mehrere Spieler fehlten in den Trainingseinheiten, sei es, dass sie angeschlagen oder beruflich verhindert werden. Heineke musste den Fokus auf Wurftraining und die Feinabstimmung in Kleingruppen legen. Trotzdem soll der angestrebte Sieg gelingen, „Im Spiel muss es dann über Konstanz und Eingespieltheit gehen.“ Einige Ziele: Eine bessere Chancenverwertung, mehr Kontertore. „Und wir wollen einen großen Willen an den Tag legen.“

Personell gibt es zwei Fragenzeichen: Benjamin Röhrle und Ruben Sigle haben im Spiel beim TV Hochdorf Verletzungen davongetragen, ihr Mitwirken ist jeweils in gleichem Maße fraglich wie nicht ausgeschlossen. Müssten beide zusehen, würde es im Rückraum besonders eng werden, denn auch Tobias Hold und Jonas Frank fehlen. Gestiegen sind dafür die Chancen, dass Torwart Sven Grathwohl nach rund einmonatiger Verletzungspause wieder einsteigen kann. Läuft alles nach Plan, wird er gegen Mundenheim gemeinsam mit Thomas Fink das Torwartduo bilden. Text und Bild: Alexander Hornauer.

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