Nach dem Abstieg 2019 ist der TuS Großweier direkt in die Handball-Landesliga zurückgekehrt. Das neue sportliche Führungsduo Marcel Konjevic und Andreas Fuchs will einen Mittelfeldplatz.

Endlich ist es so weit. Nach einer über sechsmonatigen Pause steht die neue Handball-Saison vor der Tür. Am 3. Oktober startet die Landesliga Nord, wo Aufsteiger TuS Großweier an den Start geht. Und es kommt gleich zu seinem brisanten Duell, denn der TuS muss beim Mit-Aufsteiger HSG Hardt antreten. Das ist gleich eine richtige Standortbestimmung. In der vergangenen Saison hatte man gegen die HSG eine ausgeglichene Bilanz. Auswärts unterlag der TuS sang- und klanglos mit 22:33, zu Hause drehte man den Spieß um und siegte mit 20:15.

Nach dem Abstieg 2019 gelang dem TuS Großweier der direkte Wiederaufstieg in die Landesliga. Beim Abbruch der Saison 2019/2020 lagen die Acherner mit 25:7 Punkten auf dem ersten Platz, rutschte aufgrund der Quotientenregelung aber hinter die HSG Hardt (24:6 Punkte). Trotzdem durfte sich der TuS auch als Tabellenzweiter über den Aufstieg freuen, da keine Relegationsspiele ausgetragen werden konnten. „Wir sind sehr froh, dass die Entscheidung vom Südbadischen Handballverband so getroffen wurde, das nehmen wir natürlich gerne mit, wichtig war für uns die Planungssicherheit“, erklärte Uwe Früh, der Vorstand Sport des TuS Großweier, der in seinem Amt mittlerweile von Andreas Fuchs beerbt wurde.

Lange Vorbereitung

Damit zumindest von sportlicher Seite alles getan wird, um das Klassenziel zu erreichen, hat Spielertrainer Marcel Konjevic die Vorbereitung bereits am 23. Juni gestartet. Zunächst aufgrund der Corona-Einschränkungen ausschließlich mit Laufeinheiten, nach den Lockerungen dann dreimal wöchentlich mit Mannschaftstraining in der Halle. Mit eingebunden war erneut Fitnesscoach Dominic Truisi. In acht Testspielen konnten Konjevic und sein neuer Co-Trainer Sascha Ackermann die ersten gemischten Erkenntnisse, allerdings auch Fortschritte in den beiden letzten Partien gegen den TuS Memprechtshofen und die TS Ottersweier sehen.Mit insgesamt 16 Spielern, darunter die beiden Torhüter Alex Macher und Yannic Hitscherich, will das Trainerduo die Landesligasaison angehen. 
Konjevic kam 2017 zum TuS Großweier. Der Mittelmann und Ideengeber übernahm nach der Winterpause der Saison 2019/20 das Traineramt von Balasz Babicz. „Die Neuzugänge sind bereits gut integriert. Jetzt müssen sie sich im Spiel beweisen“ berichtet der Coach und zeigt sich zufrieden: „Im Großen und Ganzen haben wir eine klasse Vorbereitung geschafft, alle Spieler haben komplett mitgezogen, die Trainingsbeteiligung war gut und es herrscht eine klasse Stimmung im Team.“ Ärgerlich sind allerdings die Blessuren von Rückraumass Tim Hodapp (Knieverletzung) und Rechtsaußen Tim Bleeke, der nach einem Kreuzbandriss im März im Aufbautraining ist.

Aufstiegsrunde das Ziel

Gut angekommen ist auch der Wechsel auf der Co-Trainer-Position. Benjamin Lehmann, der nach seinem Kreuzbandriss in der vergangenen Saison sein Karriereende bekannt gab, will Abstand vom aktiven Handballgeschehen gewinnen. Mit Sascha Ackermann, mit dem Marcel Konjevic bereits zusammen eine D-Jugendmannschaft trainierte, fand sich ein Trainerduo, das sich versteht und harmoniert. 
Die Landesliga Nord mit ihren 16 Mannschaften wurde in zwei Gruppen mit jeweils acht Teams eingeteilt. In den Gruppen spielt jeder gegen jeden. Die jeweils ersten vier Teams kommen in die Aufstiegsrunde und ermitteln den Meister und Aufsteiger. Die jeweils fünft- bis achtplatzierten Mannschaften spielen die Absteiger unter sich aus. „Unser Ziel ist es, in die Aufstiegsrunde zu kommen und damit die Klasse zu halten“, sagt Konjevic. Als Meisterschaftsfavorit sieht er die HSG Hanauerland, die sich gut verstärkt hat. Dem ASV Ottenhöfen und der SG Freudenstadt/Baiersbronn vermacht er Außenseiterchancen.

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