Rückkehrer Simon Herrmann, Trainer des Handball-Landesligisten TuS Schutterwald II, hat einen großen Kader mit vielen Talenten und einigen Routiniers.
Ein großer Kader, viele junge Spieler, ein paar Routiniers und ein erfahrener Trainer – die zweite Mannschaft des TuS Schutterwald startet ambitioniert und hat sich gleich mal die Meisterrunde in der Landesliga zum Ziel gesetzt. „Damit wir mit der Abstiegsrunde nichts zu tun haben“, so die einfache Erklärung von Simon Herrmann.

Der 32-jährige Wahl-Ichenheimer ist nach anderthalb Jahren beim HC Hedos Elgersweier zu seinem Heimatverein zurückgekehrt, bei dem er viele Jahre Jugendcoach war und dessen erste Mannschaft er zuvor zweimal zur Vizemeisterschaft in der Südbadenliga geführt hatte. Herrmann wollte aus beruflichen und privaten Gründen etwas kürzertreten und hat sich für das Traineramt der Landesligamannschaft entschieden. Er ist damit Nachfolger des Erfolgsduos Andreas Huck/Andreas Wiedenmann, das die Mannschaft vor einem Jahr in die Landesliga geführt hatte. 

Richtige Plattform

In Schutterwald hat Herrmann nun eine „total interessante Mischung“ vorgefunden, wie er sagt. Es sind Spieler dabei, die nicht mehr das Maximum an Aufwand betreiben möchten, Spieler, für die die Landesliga genau die richtige Plattform ist, und es sind Spieler, die den Sprung in die erste Mannschaft schaffen wollen und teilweise noch in der Jugend spielberechtigt sind. Letztere zu fördern und sie dosiert einzusetzen, wird die große Herausforderung. Dazu gehört auch eine Absprache zwischen den Trainerteams von erster und zweiter Mannschaft sowie A-Jugend, „die sehr gut läuft “, findet Herrmann, der mit der Vorbereitung bisher sehr zufrieden ist. „Für die Landesliga haben wir einen guten Kader“, glaubt auch Felix Heuberger, der sportliche Leiter des TuS, „wir müssen uns nicht verstecken.“

Modus sorgt für Spannung 

Aufgeschlossen steht Simon Herrmann dem Modus mit der Gruppenphase und anschließenden Meister- und Abstiegsrunde gegenüber. „Die reduzierte Anzahl der Spiele ist der richtige Weg“, ist er überzeugt. Der Wettbewerbsdruck ist nun von Beginn an gegeben, was der Coach aber nicht schlecht findet: „So wird die Spannung hochgehalten.“ Dabei warten zu Beginn die Spiele bei der HSG Ortenau Süd und beim TuS Ringsheim, ehe am 18. Oktober zum ersten Heimspiel die HSG Hanauerland in die Mörburghalle kommt. Spannend wird es in jedem Fall, glaubt auch Felix Heuberger: „In dieser Liga kann jeder jeden schlagen.“

Und dass neben den Spielen künftig auch die Zuschauerzahl reduziert sein wird, hat für Herrmann durchaus seinen Reiz. „Wenn diese Unterstützung fehlt, muss sich die Mannschaft eben selbst motivieren“, hat er eine klare Meinung, die auch als Aufforderung an seine Spieler zu verstehen ist.
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