Vorfreude nach dem Zittern beim SV Zunsweier

Der SV Zunsweier durfte als Zweiter der Handball-Bezirksklasse doch noch aufsteigen. Zwei Neuzugänge von der HSG Hanauerland. Nico Vollmer will endgültig nur noch Trainer sein. 

Lange mussten sie beim SV Zunsweier im Frühjahr um ihr Glück bangen. Die Corona-Pause traf den Verein zum ungünstigen Zeitpunkt. Punktgleich aber mit einem Spiel weniger als der TuS Altenheim II war man zunächst nur Tabellenzweiter und musste um den Aufstieg zittern. Am Ende war aber alles gut – der SVZ durfte in die Landesliga. „Nach so einer Saison wäre ein Nicht-Aufstieg bitter gewesen“, sagt Nico Vollmer und ist mit seinem Team voller Freude auf die neue Spielklasse.
Diese Landesliga war zuvor nach drei Jahren Bezirksklasse als großes Ziel ausgegeben worden. „Wir haben eine junge, talentierte Mannschaft, da muss man einfach hochgehen“, hatte Vollmer zuvor erklärt, und auch Abteilungsleiterin Monika Berger hatte befürchtet, dass „Spieler wie Valentin Karcher oder Simon Elicker auf Dauer in der Bezirksklasse schwer zu halten“ sein werden.

Oberle fest im Team

Jetzt ist alles gut. Der Kader hat keine Abgänge, dafür interessante Neuzugänge. Jörn Ferber und Felix Knoll kommen von der HSG Hanauerland, und Eigengewächs Luis Oberle, der vergangene Saison schon ins Team reingeschnuppert und parallel in der B-Jugend des TuS Helmlingen (BW-Oberliga) gespielt hatte, hat sich gegen die A-Jugend-Bundesliga mit Helmlingen und für den SVZ entschieden. 

Sorgenkind und Toptorschütze Valentin Karcher, der nach Problemen mit dem operierten Knie die Saison noch vor Corona beenden musste, ist wieder voll belastbar. „Er ist ein ganz wichtiger Baustein“, sagt Vollmer, der selbst nicht mehr auf dem Feldeingreifen will. „Ich sage das zwar jedes Jahr“, lacht er, „doch diesmal habe ich auch in der Vorbereitung bewusst weniger mittrainiert, damit die Mannschaft merkt, dass sie sich nicht auf mich verlassen kann.“

Durchwachsene Vorbereitung

Zuletzt verlief die Vorbereitung aber nicht mehr so ganz nach Wunsch des Trainers. „In der ersten Phase waren alle noch frisch und motiviert. Doch durch Corona haben sich die Urlaube nach hinten verschoben, und jetzt waren immer wieder einige weg“, bedauert er. 

Dabei gilt es in dieser Saison, von Anfang an voll da zu sein. Coronabedingt wurde die Landesliga bekanntlich in zwei Gruppen aufgeteilt. Die eine mit Mannschaften aus dem Bezirk Offenburg-Schwarzwald, die andere mit Mannschaften aus dem Bezirk Rastatt. „Der Modus ist nicht schlecht, die Gruppen hätte man aber auslosen sollen“, hat Vollmer eine klare Meinung dazu. Denn nicht nur er geht davon aus, dass die Offenburg-Gruppe die stärkere ist. „Dass kann schon ein Nachteil sein“, befürchtet er und hat deshalb in der Gruppenphase Platz vier als Ziel ausgegeben. Damit wäre man in der Meisterrunde und hätte mit dem Abstieg nichts zu tun. 

„Klarer Nachteil“

„Wir müssen schauen, dass wir jeden Punkt mitnehmen. Leichte Gegner gibt es keine“, so Vollmer, der zudem die Atmosphäre in der Zunsweierer Sporthalle vermissen wird. „Wenn wir nur 50 Zuschauer reinbekommen, ist das für uns ein klarer Nachteil, zumal ansonsten die Hütte voll ist.“

Das Auftaktprogramm hat es in sich: So geht es am 3. Oktober gleich zum HGW Hofweier II, danach zur SG Scutro und im ersten Heimspiel am 18. Oktober gegen die HSG Ortenau Süd. 

Der Kader:

Tor: Martin Schwaderer, Johannes Wolf, Lars Möschle.

Feld: Valentin Karcher, Marius Pfundstein, Rico Feißt, Simon Elicker, Lukas Ehmüller, Jan Kofler, Dennis Haas, Luis Oberle, Jörn Ferber, Timo Kaminski, Philipp Duregger, Sebastian Simon, Matteo Meier, Sven Heuberger, Felix Knoll.

Trainer: Nico Vollmer; Co-Trainer: Dennis Haas.

Zugänge: Jörn Ferber, Felix Knoll (beide HSG Hanauerland).

Abgänge: Keine

 

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