Oliver Kronenwitter ist mit Trainingsstart als neuer Coach der Landesliga-Frauen der SG Gutach/Wolfach zufrieden, die sich zudem mit Madeleine Lauble von der SG HLT verstärkt haben.

Ende Juni startete Oliver Kronenwitter mit den Handballerinnen der SG Gutach/Wolfach in die Vorbereitung auf deren zweite Landesliga-Saison. Dass der neue Trainer „null Eingewöhnungszeit“ benötigt(e), liegt in der Natur der Sache. Schließlich coachte der 50-Jährige mit dem TuS Gutach als Heimatverein zuletzt von Mitte 2017 bis Mitte 2019 die Landesliga-Handballer der Spielgemeinschaft mit dem TV Wolfach.

„Ich kenne die Verantwortlichen in der Leitung der SG, die im Umfeld top aufgestellt ist, schon länger“, so Kronenwitter, „die ersten Trainingswochen haben Spaß gemacht“. Rund 20 Spielerinnen, auch aus der Jugend und zweiten Mannschaft, sind pro Trainingsabend am Ball, unter erschwerten Bedingungen wegen der Sicherheitsauflagen in diesen coronabestimmten Monaten. Zwar habe er Bedenken, ob die Saison durchgespielt werden könne, „aber wir trainieren so, als ob wir wie geplant am ersten Oktober-Wochenende starten“, betont Kronenwitter, der für den TuS mehr als 25 Jahre als Handballer spielte und nach acht Trainerjahren in der Jugend jeweils drei Jahre Gutachs Frauen (Südbadenliga/Landesliga) und Männer (Landesliga/Bezirksklasse) coachte. Der zweifache Familienvater war zudem drei Jahre Trainer des TV Seelbach (Landesliga/Bezirksklasse) und zwei Jahre des Landesligisten SG Schenkenzell/Schiltach, mit dem er die Aufstiegsrelegation zur Südbadenliga erreichte.

Thomas Sum, der mit den Handballerinnen der SG GW den Aufstieg in die Landesliga schaffte und dort auf Rang 6 abschloss, sei ein guter Kumpel und mache einen „Top-Job“ mit einer Mannschaft, die nicht zuletzt wegen des geringen Durchschnittsalters „weiteres Entwicklungspotenzial“ habe, so Kronenwitter bei seiner Vorstellung als Nachfolger von Sum, der wie Co-Trainerin Kathrin Grimm aus zeitlichen Gründen aufhören wollte. Das war Ende Februar – kurz vor Beginn der Zwangspause auch im Handball.

Dass in der Landesliga Süd in zwei Gruppen unterteilt eine verkürzte Vorrunde gespielt werde mit folgenden Playoff und Playdown begrüßt Kronenwitter angesichts der Unwägbarkeiten durch die Pandemie: „In dieser besonderen Situation macht das Sinn.“ Das Erreichen der Playoffs, der Aufstiegsrunde, sei das Ziel. Mit der SG Hornberg/Lauterbach/Triberg und dem TuS Steißlingen II sind indes die Zweit- und Drittplatzierten der abgebrochenen Saison in der Gruppe, dazu mit den Aufsteigern TV Ehingen und HSC Radolfzell ebenso zwei unbekannte Größen wie der SV Allensbach III.

Im Mittelpunkt der Vorrunde stehen die in der vorigen Saison hochspannenden Nachbarschaftsduelle mit der SG HLT, von der mit Madeleine Lauble eine Leistungsträgerin zur SG GW wechselte. „Madeleine hat Anzeichen gegeben, dass sie vielleicht zu uns zurückkehrt“, erklärt Kronenwitter. Die folgenden Gespräche mit der Gutacherin verliefen offensichtlich gut. „Sie ist eine Verstärkung für uns“, freut sich Kronenwitter, der überdies keine Abgänge zu beklagen hat. In den nächsten Wochen sollen die Kader für Team I und II benannt werden, „um dann taktisch gezielter arbeiten zu können“.

Jens Dieterle Co-Trainer

Seinen 31 Jahre jungen Co-Trainer Jens Dieterle kennt er übrigens ebenfalls bestens, schließlich spielte Dieterle bei der SG unter Trainer Kronenwitter. „Vier Augen sehen mehr als zwei, und Jens kann mich auch mal beim Training vertreten“, freut sich Kronenwitter, „wobei er weiter bei den Herren spielt und es zu Terminüberschneidungen kommen kann – auch wenn es weniger Spiele als normal gibt.“ Aber was ist im Jahr 2020 schon normal?

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