SG Köndringen-Teningen muss sich nach schwacher Leistung in der Abwehr beim Tabellenvorletzten mit 34:37 geschlagen geben.

Die Voraussetzungen für dieses Abstiegsduell standen keinesfalls gut für die Mannschaft um den dänischen Trainer Ole Andersen. Die Verletztenmisere hielt weiter an und so konnte vor allem in der Abwehr nicht sein bestes Spiel gezeigt werden. „Trotz allem haben wir auswärts 34 Tore geworfen. Eigentlich sollte das reichen. Umso bitterer, dass wir jetzt wieder ganz tief unten drin stehen“, so der fünffache Torschütze und Neuzugang Jan Lennart Beering.

Bührer und Tscherner krank und verletzt: Läuft es mal schlecht, dann so richtig. Das könnte man mit Blick auf die verfügbaren Spieler des jungen Kaders der SG K/T meinen. Zu den Langzeitverletzten Mourice Bührer und Robin Dittrich, die wohl erst nächste Saison wieder auf der Platte anzutreffen sein werden, kamen vor einigen Wochen noch Pascal Fleig mit einer Dehnung des Kreuzbandes und Abwehrchef Lukas Zank mit einem Sehnenabriss im Finger dazu. Als würde das nicht reichen, brach sich Felix Tscherner, der von Partie zu Partie immer besser wurde und mehr in das Spielsystem fand, im Abschlusstraining die Nase und wird wohl ebenfalls die nächsten beiden Spiele aussetzten müssen. Der Spielmacher und einer der besten bzw. vielleicht sogar der beste Spieler der Liga, Pascal Bührer, ist schon seit Wochen Grippe geschwächte und konnte so nur die ersten Minuten des Spiels bestreiten. Die beiden Tormänner Jonas Bayer (Innenbandanriss im Knie) und Fabian Hörsch fielen ebenfalls verletzt aus.

Abwehrschwache erste Halbzeit: Johannes Silberer war es, der die Torflut der ersten Halbzeit eröffnete. Mit einem schönen Tor von Linksaußen markierte er die 1:0 Führung für die Gäste. Es sollte die erste und letzte Führung in diesem eher schwachen Drittliga Spiel sein. Auschlaggebender Punkt liegt hier bei den beiden Abwehrreihen. Immer wieder kam man den berühmten Schritt zu spät und so ließ man Dino Spiranec allzu oft im Stich, der zwar noch hielt, was zu halten war, gegen unzählige freie Bälle aber oft keine Chance hatte. Dennoch konnte die SG bis Mitte der ersten Halbzeit auf Schlagdistanz bleiben und Jonathan Fischer traf mit einem seiner 6 Feldtoren zum 10:11 Anschlusstreffer in der 19. Spielminute. Ab diesem Zeitpunkt gelang es dem Gastgeber einen Zwischenspurt einzulegen und auf 14:10 davon zu ziehen. Diesen Abstand hielt man allerdings bis zu Halbzeit und verabschiedete sich mit 20:16 in die Kabine. „Wir bekommen 20 Tore in den ersten 30 Spielminuten. Da kann man nichts anderes sagen, außer dass das zu viele sind“, so der sichtlich enttäuschte Axel Simac.

Halbzeit der verpassten Chancen: Die zweite Halbzeit sollte ähnlich ablaufen, wie es in der ersten Spielhälfte zu beobachten war. Viele geworfene, aber auch viele kassierte Tore. „Im Angriff haben wir den Ausfall von Pascal noch relativ gut kompensieren können. Wir haben 34 Tore ohne ihn werfen können. Das ist gut. In der Abwehr haben wir das allerdings nicht schaffen können. Da ist er genau so wichtig für uns. Wir werden das Spiel genau analysieren und ich bin mir sicher, dass wir das besser können und auch zeigen werden“, so Kapitän Felix Zipf, der sowohl in Angriff als auch in Abwehr vorbildlich kämpferisch aufgelegt war und ein gutes Spiel zeigte.

Was sich die SG auf jeden Fall vorwerfen kann, dass man es trotz mehrmaligen Chancen nicht geschafft hat den direkten Anschluss an den Gastgeber herstellen zu können. Kämpfte man sich hart auf einen 3 Tore Rückstand heran, gab man den Ball immer wieder durch total überhastete Würfe oder technische Fehler her und bat die „Hornissen“ regelrecht zum Kontern ein. Diese nahmen diese Einladungen gerne an und konnten so in der 50. Spielminute durch den Toptorschützen des Gastgebers, Tim Schmider, mit 31:26 in Führung gehen. Die jungen Mann, die nun noch einen Punkt vor dem ersten Abstiegsplatz stehen, verloren am Ende verdient mit 34:37.

Schweres Auswärtsspiel nächste Woche: Das zweite Auswärtsspiel in Folge bestreitet die SG kommenden Samstag bei der TSG Haßloch. Durch eine der besten Leistungen der Hinrunde, konnte man gegen die körperlich überlegenen Haßlocher einen tollen Sieg feiern. Der Gastgeber wird also gewarnt sein. „Um etwas Zählbares mitzunehmen muss alles stimmen. Wir müssen an unserer Kompaktheit in der Abwehr warten. Auch wenn wir gestern verloren haben, wird nächste Woche ein noch stärkerer Gegner auf dem Spielfeld stehen. Wir werden alles in die Waagschale werfen um die Punkte mit nach Hause zu nehmen.“ so der kämpferische Axel Simac am Tag nach dem Spiel.

Tore SG Köndringen-Teningen: Dino Spiranec (1-60 Minute), Jonas Bayer, Luis Weber 3, Pascal Bührer 4/3, Jonathan Fischer 6, Felix Zipf 12/1, Johannes Silberer 2, Felix Bühler, Jan Lennart Beering 5, Maximilian Endres 1, Axel Simak 1

SG Köndringen/Teningen  VTV Mundenheim

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